Wohntraum Insel – Wohnen IN der Nordsee

Seehunde auf Sandbänken, die Nordfriesischen Inseln von oben, dazu das tiefblaue Wasser – der Hubschrauberflug zum ersten Offshore-„Nordsee Hotel“ in Deutschland ist spektakulär.

Los geht‘s in Husum. Flugzeit: 45 Minuten, das Ziel liegt 70 Kilometer vor der Westküste Sylts.

Hier hat Vattenfall Deutschlands erste fest verankerte Wohnplattform in die Nordsee gestellt. Plattform-Manager Robert Schwerin (33): „Ich bin früher als Offizier zur See gefahren. Mit dem, was wir hier an Luxus haben, kann keine Schiffskoje mithalten.“

50 Mitarbeiter, die für die Wartung der beiden Windparkanlagen „DanTysk“ und „Sandbank“ zuständig sind, sollen sich ab Ende September hier wohlfühlen.

Dürfte nicht so schwer sein: Zwei Köchinnen bereiten Frühstück und zwei warme Mahlzeiten am Tag vor. Der Wäscheservice holt nicht nur Bettzeug und Handtücher, sondern auch die private Wäsche ab. Putzen muss auch niemand selbst, alle Zimmer werden gereinigt.

Für die Freizeit gibt es schnelles Internet (keine Selbstverständlichkeit auf hoher See), einen Fitnessraum mit Laufbändern, Rudergeräten, Stepper und Hantelbank.

Wer sich lieber auf der Couch von der Zwölf-Stunden-Schicht erholt, hat 18-Zoll-Fernseher inklusive Nintendo oder Playstation zum Daddeln.

Insgesamt hat Vattenfall rund 100 Millionen Euro für den Bau der Plattform ausgegeben.

Strom für 400 000 Haushalte

Der Offshore-Windpark „DanTysk“ ist insgesamt 70 Quadratkilometer groß.

Das entspricht rund 9 803 Fußballfeldern. Auf dieser Fläche betreibt Vattenfall 80 Windturbinen, die im Jahr 1,3 Terawattstunden Strom produzieren. Das entspricht in etwa dem Verbrauch von 400 000 Haushalten in Deutschland.

Ein 205 Kilometer langes Unterwasserkabel transportiert den Strom nach Büttel in Schleswig-Holstein, wo es in das Stromnetz eingespeist wird.

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