Der Ablauf einer Familienaufstellung

Wir sprachen mit Georg Krause aus Köln über den Ablauf einer Familienaufstellung.

In einer Gruppe von fünf bis maximal zehn Personen, findet die Aufstellungsarbeit statt. Es werden an einem Seminartag maximal 2 Aufstellungen durchgeführt. Jemand, der eine persönliche Thematik lösen möchte, meldet sich im Vorfeld, um für sich eine Aufstellung durchführen zu lassen. Der Aufstellungsleiter befragt diesen Klienten zu seiner Situation, zu seinem System (Gegenwarts- und/oder Herkunftssystem) und zu seinem Anliegen. Für manche Familienmitglieder (die als wesentlich zum Anliegen des Klienten vermutet werden), wählt der Klient dann aus der anwesenden Seminargruppe die Stellvertreter aus, die dann im Anschluss zueinander in Beziehung positioniert werden.

Auch für den Klienten selbst gibt es einen Stellvertreter, der für dessen eigenes Ich (Fokus) steht und zu den anderen repräsentierten Familienmitgliedern, in räumlichen Bezug, gestellt wird. Mittels des intuitiven Positionierens von Stellvertretern „stülpt“ der Klient gewissermaßen sein inneres Bild hinsichtlich unbewusst abgebildeter Relationen(untereinander und in Relation zu seinem Fokus) nach außen in den Raum (Erstbild).

Da bei der systemischen Aufstellungsarbeit davon ausgegangen wird, dass Symptomatik in loyalem Bezug (zu Einzelnen aus dem Familiensystem) entwickelt werden und „verstrickte“ Bezüge (innerhalb des Erstbildes) räumlich darauf hinweisen, können diese Relationen im vorliegenden System von außerhalb, innerlich distanziert erlebt werden. (auf den eigenen Fokus projiziert).

Aus ihrer Position heraus können die Stellvertreter Gefühle und Gedanken entwickeln, die denjenigen der repräsentierten Personen aus dem Familiensystem des Klienten entsprechen.

 

Das Phänomen

 

Das Phänomen wird als „repräsentierende Wahrnehmung“ bezeichnet. Die Angehörigen des Klienten werden im so strukturierten Raum der Wahrnehmungen gleichsam zu psychisch Anwesenden.

Es kommt zur Offenlegung von Verstrickungen innerhalb des Systems oder der Subsysteme des Klienten. Schnell werden die Muster deutlich, die zu den Verstrickungen in der Vergangenheit führten, und die immer wieder zu neuen (alten) Problemen innerhalb der Familie oder der Partnerschaft führen.

Hinweis: Ich arbeite bewusst nicht nach der Hellinger Methode.

 

Die Aufstellungsarbeit mittels Familienbrett

 

Neben der zuvor genannten Aufstellungsarbeit mittels „lebender“ Stellvertreter setze ich auch gerne das Familienbrett nach Dr. Kurt Ludewig ein.Durch stark stilisierte Figuren wird auf Wunsch des Klienten die Herkunftsfamilie und/oder die derzeitige Familie auf ein Brett aufgestellt. Das Verfahren ist anerkannt und wird häufig in der Therapie, im Coaching und in der Beratung eingesetzt.

In der Aufstellungsarbeit arbeitet immer ein Therapeut / Berater mit einem Klienten oder mit einem Paar zusammen. Alle Formen von Systemen, inkl. ihrer Subsysteme können bearbeitet werden.

Hier eine Auswahl:

  • Einzelberatung
  • Ehe(Paar) gemeinsam
  • Familien (Kernfamilie und Großfamilien aber auch Patchworkfamilien).

 

Auch hierbei wird das Gefüge einer Paarbeziehung bzw. einer Familie deutlich und kann hinterfragt und auch, vorab auf dem Brett, verändert werden. Im beruflichen Kontext ist das Systembrett hilfreich.

Ich sichere Ihnen einen profesionellem Umgang mit Ihren Sorgen und Problemen während Ihrer Aufstellungsarbeit zu. Als Dozent an den Paracelsuschulen, arbeite ich bereits seit über zehn Jahren in der Weiterbildung von Erwachsenen. In dieser Zeit habe ich eine enorme Anzahl an Systemischen Sitzungen durchgeführt. Alle Details, die innerhalb einer Sitzung zur Sprache kommen, werden absolut vertraulich behandelt. Es werden keine Video- oder Tonaufnahmen angefertigt.

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