Angelausflug mit meinem Papa

Wir liefen zurück zum Haus, Mama fragte: „Habt ihr einen Fisch gefangen?“ Ich antwortete: „Ja, und was für einen wunderschönen Fisch wir geangelt haben!“ „Das ist ja toll, Marius! Hast du den Fisch geangelt oder Papa?“ „Ich, aber mit Papas Hilfe. Papa und ich sind ein Klasseteam“, meinte ich stolz. Dann sagte Papa: „Komm, Marius, wir gehen jetzt und köpfen den Fisch.

Dann haben wir ein gutes Essen.“
Vater holte sein Messer, da fing ich an zu weinen: „Bitte, Papa, köpf den Fisch nicht, er hat doch ein Leben so wie wir! Und wenn du den Fisch jetzt köpfst, werde ich ganz traurig. Stell dir vor, jemand würde das mit dir machen.“
Papa meinte: „Ist okay, und im übrigen ist das ja auch dein Fisch. Und wenn ich es mir richtig überlege, dann mag ich eigentlich gar keinen Fisch.“ „Dann können wir ja einen Döner essen“, schlug ich vor.

Die richtige Entscheidung

„Du hast recht, dann legen wir den Fisch zurück in den Wassereimer.“ Voller Freude liefen wir zurück zum Teich. Mit einem tollen Gefühl kippten wir den Fisch ins Wasser.
Wir beobachteten ihn noch eine Weile und Papa sagte: „Wir haben die richtige Entscheidung getroffen, hier fühlt sich der Fisch wohl!“

Auf einmal sahen wir einen riesigen Fisch von hinten auf den kleinen Fisch zuschwimmen. Er sperrte sein großes Maul auf und wollte schon zupacken, aber der kleinere Fisch wich aus. Leider war er nicht schnell genug, so dass der große ihn sich schnappen konnte und weg war er.
Papa und ich waren sehr traurig, dass der kleine Fisch nur noch kurze Zeit im Wasser überlebt hat. Wir beschlossen uns für den kommenden Ausflug mit einem noch besseren Angelset einzudecken./

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Ein cooles Hobby an der Angel

Die Kinder von heute leben in einer digitalisierten Welt und verlernen immer mehr das Leben aus der Zeit VOR dem Smartphone, dem Tablet und der Videospielkonsole.
Da früher zwar nicht alles besser, aber auch bei weitem nicht alles schlechter war, ist es daher umso wichtiger, ab und an den Kindern & Jugendlichen der aktuellen Generation die Aktivitäten und Beschäftigungen „von damals“ näher zu bringen. Zumal viele vermeintlich „altmodische“ Freizeitaktivitäten auch heute noch total cool sind und Spaß für Jung UND Alt bringen.

Es lohnt sich einfach, auch mal wieder Zeit „draußen“ zu verbringen, mal im Garten spielen. „Angeln“ z.B. ist so ein Aktivität, die Kindern Spaß macht, Ruhe vermittelt und gewisse Motoriken in Gang setzt bzw. trainiert.

Etwa 140 000 Freizeit-Fischer gibt es in Niedersachsen. Sie kümmern sich um Artenschutz, züchten bedrohte Fischarten, säubern Uferzonen von Müll.

„Manchmal verbringe ich ein ganzes Wochenende mit meinen Freunden im Zelt am Angelsee“, sagt Tim (16). „Das ist richtig abenteuerlich, und man ist viel achtsamer mit der Natur.“

WARTEN, BIS EIN FISCH BEISST – IST EUCH DAS NICHT ZU LANGWEILIG?

Jan-Henrik (13), der sich auf Karpfen spezialisiert hat, klärt auf: „Ich stehe unter Adrenalin, hab richtig Bauchkribbeln!“ Beißt einer? Wie groß ist er? Schafft er es, ihn an Land zu ziehen? Der Fang wird vermessen, gewogen, oft wieder zurück ins Wasser geworfen.

Angeln ist nicht nur Glückssache: Jan-Henrik geht strategisch vor. Schon Tage vorher schaut er sich ein neues Gewässer genau an. Tiefen, Sandbänke, flache Zonen. Den dicksten Fisch aber zog sein Bruder an Land: „Einen 11-Kilo-Karpfen – das war ein ganz schön harter Brocken…“

All das sind Erfahrungen und Erlebnisse, die einem kein Videospiel vermitteln kann, sondern die selbst in der Natur erlebt werden müssen.

Quelle: Bild.de
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